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 Die Geschichte des CERMTRI 
                                                           
(Zentrum zur Forschung der internationalen
                                                                           trotzkistischen und revolutionären Bewegungen)




                Über 50 Jahre in der Geschichte der Arbeiterbewegung wurden die Trotzkisten, und andere revolutionäre Kämpfer, der 
dreifachen bürgerlichen, faschistischen und stalinistischen Repression ausgesetzt und mussten ihre sämtlichen Archive, bzw. Teile 
davon, verstecken oder manchmal sogar vernichten.
Oft wurden diese Archive, wenn sie in die Hände der Reaktion oder der Stalinisten fielen, entweder eingestampft oder versteckt. So 
drohen ganze Fragmente der Geschichte des Trotzkismus, der weltweiten revolutionären Avant-garde, zu fehlen.Von dieser 
Feststellung ausgehend, und mit der Sorge um die Aufrechterhaltung und Entwicklung des kollektiven Gedächtnisses der 
revolutionären Avant-garde, hat eine kleine militante Gruppe schon 1976 beschlossen - und sich darauf vorbereitet - das CERMTRI zu 
gründen. Diese Gruppe begann zu untersuchen, zu forschen, zu schreiben, sammeln und verzeichnen, und schliesslich auch das 
Gesammelte zu ordnen.
Den von der Internationalen Kommunistischen Organisation anvertrauten Fonds und Dokumenten, wurden andere Fonds von 
Mitgliedern und ehemaligen Mitgliedern verschiedener Organisationen hinzugefügt. Mitglieder, die oft in der trotzkistischen und 
revolutionären Bewegung eine wichtige Rolle gespielt haben, wie zum Beispiel Jean Rous, Fred Zeller, Biline,
Demazière, Gerard Bloch, Loui Eemans und zahlreiche andere.

                Als am 26. November 1977 das Gründungstreffen des CERMTRI stattfand, wurde ein Aufsichtsrat von 21 Mitgliedern gewählt.
Später, am 21. April 1978 wurde der Verein offiziell eingetragen. Der Artikel 3 seiner Statuten gibt an: "Das CERMTRI setzt sich zum 
Ziel, sämtliche Dokumente zu sammeln, die sich mit der Geschichte der Arbeiterbewegungen und namentlich mit der Tätigkeit der 
trotzkistischen  und revolutionären Organisationen beschäftigen. Weiter will es diese Dokumente dem Publikum unter Bedingungen 
zu Verfügung zu setzen, die das Forschen und Studieren erleichtern, und gleichzeitig die bestmögliche Instandhaltung der 
anvertrauten Archive sichern."

               So hat seit dieser Zeit das CERMTRI Archive, Dokumente und die Presse der revolutionären Arbeiterbewegung, 
insbesondere die der trotzkistischen Bewegung seit der Linken Opposition gesammelt. Den aktiven Mitgliedern der Organisationen, 
den Historikern und  Forschern stellt das Zentrum Folgendes zur Verfügung:
                                                     - mehr als 
22.000 Bücher und Broschüren,
                                                     - tausende 
Dokumente und Zeitungen,
                                                     - die 
"Hefte des CERMTRI", eine vierteljährliche Zeitschrift mit unveröffentlichten Texten und seltenen 
historischen Dokumenten,
                                                   - die
 "Hefte der Arbeiterbewegung", eine Geschichtszeitschrift,
                                                   - das CERMTRI veranstaltet in seinen Räumen Konferenzen über Themen, die sich auf die Geschichte 
der Arbeiterbewegung beziehen.

DAS CERMTRI BESITZT EINEN EINMALIGEN FOND GESCHICHTLICHER ARCHIVEN,
denn wir sind uns bewusst, dass es eine politische Aufgabe ist, unser Gedächtnis zu bewahren.



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Die sieben folgenden Hefte des CERMTRI wurden Deutschland gewidmet:

Nr 29 - "Beitrag zur Geschichte des Trotzkismus in Deutschland"
Dieses Heft veröffentlicht die Doktorarbeit von Maurice Stobnicer, die
unter anderem  zwei interessante Dokumente enthält: einen Brief, der in
1933, in Prinkipio von dem führenden deutschen Trotzkisten Bauer (Erwin H.
Ackerknecht) verfasst wurde und eine Stellungnahme der SAP zur Frage der
Einheit mit der Linken Opposition.

Nr 35 - "Dokumente zur Tragödie des deutschen Proletariats 1933"
Französische Übersetzung der 1933 von den deutschen Trotzkisten
herausgegebenen Broschüre "Was ist in Deutschland geschehen?" - Zwei
Briefe des argentinischen Kommunisten Hippolyte Etchebehere (alias Juan
Rustico), der 1933 in Berlin im Exil lebte - Text von Trotzki: "Was ist
der National-Sozialismus?" - Ein Ausschnitt aus der Broschüre von Daniel
Guèrin über "die braune Pest".

Nr 59 - "Probleme der deutschen  Revolution 1929-1931 - L. Trotski"
Wiedergabe einer von  Trotzki verfassten und 1931 in Paris von der "Ligue
Communiste" (Linke Opposition) herausgegebenen Broschüre.

Nr 91 - "Die deutsche Revolution 1918-1919 - Zeugnisse und Dokumente"
Klassische Texte: Karl Liebknecht  verkündet die sozialistische Republik
(9. Januar 1919) - Brief Radeks an das ZK der KPD - Rosa Luxemburg: "Der
Acheron in Bewegung" - L. Trotzki: "Eine Revolution, die sich in die Länge
zieht" - Gründungskongress der KPD: aus dem Protokoll der 2. Sitzung; aus
Rosa Luxemburgs Rede zum Programm - Wiedergabe verschiedener Dokumente:
Paul Frölich  über Rosa Luxemburg, usw.

Nr 103 - "Die deutsche Revolution  1919-1923 - Dokumente"
Fortsetzung der Nr 91. Zahlreiche Artikel und Dokumente  über die Periode 
nach der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die weiteren
Kämpfe der deutschen Arbeiterklasse 1919,1920 (Generalstreik gegen den
Kapp-putsch)...  Texte von Radek, Brandler, Victor Serge, Paul
Vaillant-Couturier, Paul Frölich

Nr 107/108 - 1848 Revolution und Gegenrevolution (Kapitel 6 von Mehrings Biographie von Karl Marx)
Übersetzung und Anmerkungen von Gerard Bloch

Nr 111 - Berlin 1953 - Dokumente
Auszüge aus den Memoiren von Heinz Brandt, aus Benno Sarels Buch über die
Arbeiterklasse Ostdeutschlands - verschiedene Stellungnahmen zu diesem
ersten Arbeiteraufstand gegen die stalinistische Diktatur. ...



In den « Cahiers du mouvement ouvrier » ( "Hefte der Arbeiterbewegung" ) sind zahlreiche Dokumente 
überDeutschland veröffentlicht worden, wie z. B.


Nr 7: ein Flugblatt der KPD von  September 1939, das von Stalin verboten
wurde
Nr 13: Briefe Ernst Thälmanns an Stalin
Nr 16-17: Wilhelm Fahnert: Erinnerungen eines deutschen Kommunisten
Nr 29: - Marc Teulin: der Fall Thälmann, eine neue Affäre Dreyfus? 
            - Auszüge aus "Die Säuberung" (Rowohlt 1991), Protokoll der Sitzungen der deutschen
              Sektion der sowjetischen Schriftsteller in Moskau in September 1936 .